Improvisiertes Theater kann im Prinzip zu allen Themen stattfinden. Und wir waren mit dem Fast Forward Theatre auch schon zu allen möglichen Themen unterwegs. Doch durch unsere persönlichen Biographien und Haltungen, unsere künstlerischen Methoden und auch das Konzept des Improvisierens selbst liegen uns einige Themenfelder besonders nahe.

 Improvisation auf der Bühne bedeutet intensives und unbedingtes TEAMWORK. Eine improvisierte Theaterszene kann nur dann flüssig und konstruktiv aufgebaut sein, wenn das Spiel mit meinen Szenenpartnern reibungslos und konstruktiv ineinandergreift. Wie mache ich meinen Partner groß? Wie baue ich eine vertrauensvolle Beziehung auf? Wie geben wir uns gegenseitig Impulse, Sicherheit und stärken die Stärken des jeweils anderen? Hierfür haben wir in jahrelangem Trianing Haltungen und Methoden entwickelt.
Als Schlagwort ist die ACHTSAMKEIT in letzter Zeit möglicherweise etwas überstrapaziert wordnen. Das mindert aber nicht die Mächtigkeit dieses Konzepts und dieser Lebenshaltung. Wie gelingt es mir, im Moment zu sein? Wahrzunehmen, was ist, und das loszulassen, was nicht (mehr) ist? Souverän zu planen und gleichzeitig meine Pläne jederzeit zu ändern, wenn neue Situationen es erfordern? Auch hier gilt: Im improvisierten Theater sind diese Fähigkeiten jede Sekunde gefordert. Nur so entsteht Kreativität, entstehen humorvolle oder tiefsinnige Theaterszenen in gemeinsamer Arbeit.
Loslassen, Flexibilität, Wahrnehmung - wenn man diese Eigenschaften kombiniert, ist man schnell beim persönlichen CHANGE und beim Thema CHANGE LEADERSHIP. Durch die Grundhaltung der Improvisation stärke ich meine Resilienz und damit meine Fähigkeit, Change-Prozesse mit positiven Erwartungen anzugehen und selbstbewusst zu durchleben.

Improvisation bedeutet nicht "Inkompetenz". Im Gegenteil: Improvisation bedeutet, aufgrund eines breiten Wissens- und Erfahrungsspektrums frei und unabhängig agieren zu können, wenn die Routine nicht mehr funktioniert (Stichwort: VUCA-Welt.) Insofern gehören KOMPETENZ und BILDUNG zu unseren engsten Verbündeteten, und wir sind regelmäßig auf Kongressen und Tagungen zu Bildungsthemen (Hessischer Erziehungsplan, Demokratie in der Schule, Mitbestimmung und Partizipation), sowie mit Workshops und Seminaren in der Erwachsenenbildung tätig.

Der Weg von Achtsamkeit und Kompetenz zu NACHHALTIGKEIT ist erstaunlich kurz. Bekenntnis zu einer nachhaltig agierenden Gesellschaft ist zwar keine Grundvoraussetzung für die Improvisation. Aber die mit der Improvisation einhergehende Neugierde, der konstruktive Gestaltungswille, die Wertschätzung des Existierenden und die Bereitschaft, sich angstfrei auf Change-Prozesse einzulassen, machen es uns wirklich verdammt einfach, uns mit unseren Mitteln und Methoden für das Gelingen der Großen Transformation einzusetzen. Wir spielen regelmäßig auf Kongressen zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen.
Um unsere Szenen emotional, packend und mit rotem Faden improvisiert auf die Bühne zu bringen, haben wir uns mit zahlreichen Aspekten des STORYTELLING vertraut gemacht. Dazu gehören zunächst einfache "Strickmuster" zum Aufbau einer Szene, vertiefende Konzepte zur Figurenfindung, eleganter Einsatz von Emotionen, aber auch höchst komplexe Strukturen wie die HELDENREISE. In unseren öffentlichen Shows - in denen wir gerne popkulturell aufgeladene Comedy mit Tiefgang verquicken - kommt unsere Leidenschaft für elegantes und mächtiges Storytelling vielleicht am stärksten zur Geltung. Sei es bei unserer Krimi-Komödie "MordLust", dem Thriller-Format "Verhagelte Ernte", oder unseren ganz besonderen Projekten wie z.B. dem 26-Stunden-Impromarathon.
 
 

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